By Manfred Borchert

Das vorliegende Lehrbuch uber internationale Wirtschaftsbeziehungen wendet sieh in erster Linie an Studenten der Wirtschaftswissensehaften an Universitaten. Ge­ wisse Grundkenntnisse auf dem Gebiet der Mikro-und Makrookonomie werden vor­ ausgesetzt. Dennoch sind die AusfUhrungen so gehalten, daB die Gedankengange ohne einen groBen Aufwand an mathematischen Grundkenntnissen selbstandig erarbeitet werden konnen. Die mathematisch sehwierigeren Passagen kann der Leser ohne Risiko fur das Verstandnis auch uberblattern - wenn dabei aueh der strenge Beweis fehlt -, so daB sich dieses Buch auch als Lekture fur Studenten an Padagogi­ schen Hochschulen und Fachhochsehulen und vielIeieht sogar fur Fachfremd- etwa Berufsberater oder Praktiker - eignen konnte. Solche Abschnitte in der Arbeit, die sich nieht so sehr fUr den zweiten Leserkreis eignen, sind mit einem * kenntlich gemacht; das gleiehe gilt fur die Anhange. Universitatsstudenten allerdings sollten den gesamten Stoff erarbeiten. Obgleich mein Bemuhen im Vordergrund stand, nur den gesieherten Wissensstand wiederzugeben, sind an einigen Stellen auch eigene Gedankengange, die nieht zum aIIgemeinen typical gehoren, einge­ flossen. Die Probleme der internationalen Wirtsehaftsbeziehungen sind im deutschspra­ chigen Gebiet bereits durch zwei ausgezeichnete Lehrbucher umfassend dargelegt; es handelt sich dabei urn das zuerst 1933 ersehienene, bis heute hoch angesehene und fruehtbare Lehrbueh von Gottfried Haberler und das modernere von Klaus Rose. Wenn ieh mieh dennoch an ein eigenes Lehrbuch heranwagte, so deshalb, urn ein Gesamtkonzept der AuBenwirtschaftslehre unter Einbeziehung auch wirt­ schaftspolitiseher Fragestellungen auf gedrangtem Raum allgemeinverstandlich dar­ zulegen.

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Entwicklungen der Arzthaftpflichtversicherung

Der Gesamtaufwand einer Haftpflichtversicherung für einen einstandspflichtigen medizinischen Schadensfall kann sich mittlerweile leicht auf mehrere Millionen Euro belaufen. Nach Angaben der Arzthaftpflichtversicherer übersteigen die Schadensaufwendungen die Prämieneinnahmen deutlich. Die stark gestiegenen Kosten für Personenschäden und die Sorge um weiterhin überproportional zunehmende Belastungen waren für führende Arzthaftpflichtversicherer Anlass, erhebliche Anpassungen der Versicherungsprämien vorzunehmen.

Statistik: Eine verständliche Einführung

Dieses Lehrbuch der statistischen Datenanalyse wurde speziell für Einführungskurse konzipiert und richtet sich an alle, die eine leicht verständliche Einführung in die sozialwissenschaftliche Statistik suchen. Es bezieht sich auf das Feld der Erziehungs- und Sozialwissenschaften und behandelt den Stoff nicht als inhaltsunabhängiges mathematisches Wissen.

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Diese Zahlungsbilanz gibt Aufschluß über Umfang und Bedeutung der einzelnen Transaktionen und damit auch darüber, mit welchen Fragestellungen sich die Außenwirtschaftslehre beschäftigt bzw. welche Probleme aktuell sind. Aus Tabelle 2 ergibt sich im Jahre 1988 für die Bundesrepublik Deutschland ein Exportüberschuß von Mrd. 128 DM in der Leistungsbilanz. Die Kapitalverkehrsbilanz weist ebenfalls einen Exportüberschuß von Mrd. 9 DM auf. Konventioneller Weise wird ein Kapitalimportüberschuß mit einem positiven, ein Kapitalexportüberschuß dagegen mit einem negativen Saldo ausgewiesen, weil Güterimporte wie Kapitalimporte Geldeingänge und Güterimporte wie Kapitalexporte Geldausgänge für die betrachtete Volkswirtschaft bedeuten.

Als Gleichgewichtsbedingung ergibt sich schließlich: (3) GPA PA l GPK PK bzw. GPA GPK l PA PK Aus der Kombination der Bedingungen (a) und (b) ergibt sich, daß das Verhältnis der Grenzprodukte in beiden Verwendungsrichtungen (Produktionszweigen) gleich sein muß. Das Verhältnis der Grenzprodukte wird auch als technische Grenzrate der Substitution bezeichnet und entspricht der absoluten Steigung einer Produktionsisoquanten, die alle alternativen Faktoreinsatzverhältnisse zur Produktion einer gegebenen Menge angibt.

Und wer die Vorliebe der Briten auch heute noch für portugiesischen Sherry kennt, der wird verstehen, daß man die Frage nach den Ursachen der realen Außenhandels ströme - der leichteren, theoretischen Faßbarkeit wegen - an diese beiden Güter (Tuch und Wein) und jene beiden Länder (England und Portugal) anknüpfte. Die Fragestellung lautete also: Warum exportiert England Tuch nach Portugal und importiert dafür Wein von dort? Warum verlaufen diese Außenhandelsströme nicht in genau umgekehrter Richtung?

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